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Alt 28.03.2017, 16:04
Yakdonalds Yakdonalds ist offline
Alter Hase
 
Registriert seit: 18.08.2016
Ort: Kreta
Beiträge: 505
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Standard Gefangen im Tal der Rubine ( Ruby Valley Trek )

Vorgeschichte:

Nachdem ich mich im Februar 3,5 Wochen durch das Khumbu geschlagen und bis auf den Rückflug durchgehend das beste Wetter hatte und letztendlich alle meine Ziele, die Strecke von Jiri nach Namche, die 3 Pässe und EBC/Kalo Patthar verwirkliche konnte. kehrte ich 12 kg leichter per Helicpopter nach KTM zurück.
Meine Freundin Julia wartete nämlich schon in KTM und ich hatte Glück mit 5 anderen Trekkern ein Heli recht preiswert zu...
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Alt 26.04.2017, 18:02   #30
Daniela
Alter Hase
 
Registriert seit: 17.08.2008
Ort: D-Weilburg
Beiträge: 966
Standard AW: Gefangen im Tal der Rubine

Hallo Yak,

Du hast es vielleicht schon gelesen. Das Paar aus Taiwan, das seit Anfang März in Nepal vermisst wird, kam im besagten Zeitraum exakt im selben Gebiet auf dem Weg ins Ruby Valley vom Weg ab und stürzte 250 m ab, die beiden wurden heute gefunden. Das Mädchen ist tot, der Junge hat überlebt - nach 50 Tagen.

Ich denke, ihr habt unermessliches Schwein gehabt...

VG
Daniela
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Alt 26.04.2017, 22:03   #31
Yakdonalds
Alter Hase
 
Registriert seit: 18.08.2016
Ort: Kreta
Beiträge: 505
Standard AW: Gefangen im Tal der Rubine

Ich denke, vorallem der Taiwanese hat unermessliches Schwein gehabt, seine Freundin leider knapp nicht. Sie ist nach Meldungen erst 3 Tage voher gestorben, bevor sie gefunden worden.

Es ist erstaunlich wie sie solange überleben konnten.
Man muß von einem Wunder sprechen.

Was erstaunlich und erschreckend war, dass wir sowohl in den Fall Martin verstrickt sind, als auch in diesem Fall so nah dran waren.

Noch habe ich nicht genau herausgefunden, wo sich die Taiwanesen befunden haben, aber wohl irgendwo zwischen Tipling und Somdang.

Und unbewußt habe ich den taiwanesischen Behörden einen eigentlich sehr relevanten Hinweis gegeben, nämlich dass sie genau zu der Zeit während und nach dem Schneesturm nicht in Somdang aufgetaucht sind. Ob das letztendlich geholfen hat, weiss ich nicht. Zeigt aber auf jeden Fall, dass die Weitergabe solcher scheinbar unwichtigen Indizien entscheidend beitragen kann.
Dem Martin sind wir ja letzendlich auch durch das Zusammentragen lauter Kleinigkeiten auf die Spur gekommen...

Und beinahe wären wir ja sogar in Richtung der Taiwanesen aufgebrochen, wir wollten ja zuerst über den Pansang Pass ausbrechen, aber weil wir keine Spurhelfer gefunden habeb, bzw. diese uns im Stich gelassen haben, sind wir dann ne andere Route gegangen, nämlich Richtung Süden, nach Mailung.

Unwahrscheinlich dass wir sie zufällig gefunden hätten, aber auch nicht auszuschließen...


Diese Geschichte zeigt aber auch wie wichtig und richtig es gewesen wäre sofort nach uns zu suchen.... Die wußten ja wo wir sind und das wir in Gefahr sind. Und wir hätten ja in einer ähnlich verzwickten Lage stecken können

Wir haben es letztendlich zwar nach Somdang geschafft, aber das war ja das nicht das Ende der Gechichte...

BBC Artikel zu den Taiwanesen:

http://www.bbc.com/news/world-asia-39723363
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Alt 29.04.2017, 07:34   #32
hyggelig
neu dabei
 
Registriert seit: 29.04.2017
Ort: Stuttgart
Beiträge: 1
Standard AW: Gefangen im Tal der Rubine

Bin zufällig auf den Thread hier gestoßen und hab mich extra angemeldet um die Frage zu stellen ...

Ihr wandert in so schwierigem Gelände und benutzt keine Trekkingstöcke? Schon auf der schwäbischen Alb sind die für mich unverzichtbar wenn ich mit >5kg Rucksack an einem steilen Hang gehe. Die Stöcke haben mir bestimmt schon etliche Verletzungen und Stürze erspart. Besonders wenn es nass und rutschig ist würde ich ohne die nicht querfeldein gehen und mir eher zur Not welche schnitzen. Jaja, in der Ebene sind die lächerlich und da benutze ich sie auch nicht, aber in bergigem Gelände, beim Auf- und Abstieg, im Schnee (mit Schneetellern) geben sie eine Menge Sicherheit und entlasten Beinmuskeln und Gelenke.
hyggelig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2017, 11:26   #33
Klaus
Alter Hase
 
Benutzerbild von Klaus
 
Registriert seit: 09.04.2002
Ort: im Südwesten
Beiträge: 1.506
Standard AW: Gefangen im Tal der Rubine

erinnert an James Scott, den Australier, der 43 Tage im Winter unterhalb des Laurebina Passes überlebt hat! Er hatte es nur seiner Schwester und deren hartnäckiger Suche zu verdanken dass er gefunden wurde. Tragisch dass es für die Frau 3 Tage zu spät war!

Gruß
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Klaus
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Alt 29.04.2017, 11:43   #34
Daniela
Alter Hase
 
Registriert seit: 17.08.2008
Ort: D-Weilburg
Beiträge: 966
Standard AW: Gefangen im Tal der Rubine

Ja, James Scott ist ebenfalls unser Paradebeispiel, wenn wir gefragt werden, wie lange man denn überleben kann/ wie lange es Sinn macht. Es ist immer auch abhängig von der mitgeführten Ausrüstung, das darf man nicht vergessen. Manche erfrieren bereits in der ersten Nacht . Die Staffel war damals übrigens auch in den Fall Scott involviert. Seine Schwester hat die Suche hartnäckig am Leben gehalten, gesucht haben andere

VG
Daniela
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Alt 29.04.2017, 13:33   #35
chinaman
schreibt viel
 
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Registriert seit: 07.01.2014
Ort: bei Berlin
Beiträge: 289
Standard AW: Gefangen im Tal der Rubine

Zitat:
Zitat von hyggelig Beitrag anzeigen
Bin zufällig auf den Thread hier gestoßen und hab mich extra angemeldet um die Frage zu stellen ...

Ihr wandert in so schwierigem Gelände und benutzt keine Trekkingstöcke? Schon auf der schwäbischen Alb sind die für mich unverzichtbar wenn ich mit >5kg Rucksack an einem steilen Hang gehe. Die Stöcke haben mir bestimmt schon etliche Verletzungen und Stürze erspart. Besonders wenn es nass und rutschig ist würde ich ohne die nicht querfeldein gehen und mir eher zur Not welche schnitzen. Jaja, in der Ebene sind die lächerlich und da benutze ich sie auch nicht, aber in bergigem Gelände, beim Auf- und Abstieg, im Schnee (mit Schneetellern) geben sie eine Menge Sicherheit und entlasten Beinmuskeln und Gelenke.
Technisch schwierig sind die Treks daher zumeist nicht, die Schwierigkeiten ergeben sich eher durch die im Vergleich große Höhe, oder anspruchsvolle Pässe mit langen Gehzeiten bzw. Wetterbedingungen die ebena uchmal umschlagen könne. An steilen Hängen, exponierten Passagen oder Pässen sieht die Lage natürlich anders aus. Beim Aufstieg am Hang halte ich Trekkingstöcke oft für eher hinderlich, auch wenn ich 15 Kilo auf dem Rücken habe. Die Notwendigkeit Trekkingstöcke mit sich zu führen sehe ich daher nicht zwingend gegeben, aber schon allein als Vorsichtsmaßnahme für sich änderne Witterungsverhältnisse ratsam. Wenn allerdings Schnee gefallen ist, sieht die Lage ganz anders aus. Dann finde ich Trekkingstöcke sehr hilfreich, am besten wie du schon sagst mit den dazugehörigen Schneetellern. Leider triffst du in Nepal Leute bei denen es an ganzen anderen Ausrüstungsgegenständen mangelt, da sind fehlende Stöcke das kleinere Übel.
chinaman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2017, 18:34   #36
Yakdonalds
Alter Hase
 
Registriert seit: 18.08.2016
Ort: Kreta
Beiträge: 505
Standard AW: Gefangen im Tal der Rubine

Hi.

Ich brauch die Stöcker einfach nicht.
Ich mache es mehr mit Lauftechnik. da kann man auch einiges rausholen. Ich bin durch das viele Wandern im extrem unwegsaman Kreta, sehr trittsicher, dagegen sind die meisten Pfade in Nepal reiner Luxus.

Hier wären sie auch eher hinderlich gewesen. Punktuell wären sie vielleicht hilfreich gewesen. Beim Klettern brauche ich meine Hände.

Viele laufen auch mit Stöcke und setzen sie gar nicht richtig ein.

Was wir hier gebraucht hätten wären Schneeschuhe

Ich glaube Stöcker waren das letzte, was ich vermisst habe.

Nur am zweiten Tag des Ausbruchs hätte ich sie wegen meinen Schmerzen in den Muskeln gut gebrauchen können
Aber da haben wir uns Bambusstöcke genommen.

Falls ich Wanderstöcke mitgenommen hätte, hätte ich sie sowieso garantiert unterwegs irgendwo vergessen, in irgendeiner Lodge , nach dem Mittagessen....

Dass wir solch schwierige "Wege" gehen, wie raus aus Somdang, hätte ich mir vorher sowieso nicht erträumt.
Yakdonalds ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2017, 06:52   #37
Yakdonalds
Alter Hase
 
Registriert seit: 18.08.2016
Ort: Kreta
Beiträge: 505
Standard AW: Gefangen im Tal der Rubine

N28°10'13", E85°10'39

Die Lage der Höhle der Taiwanesen. D.h. sie waren schon auf dem Abstieg nach Somdang! Nur ca. 2-3 Stunden entfernt von uns



D.h. die (ausgebliebene) Suche nach uns hätte evtl. auch die Taiwanesen retten können.
Yakdonalds ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.05.2017, 22:22   #38
meczko
regelmäßig dabei
 
Registriert seit: 14.04.2008
Ort: Krakau, Polen
Beiträge: 76
Standard Re: Gefangen im Tal der Rubine

Vielen Dank für diese Geschichte. Eine sehr ernüchternde Warnung wie schnell es schief gehen kann und auch dass man in schweren Verhältnissen nicht immer rationell handelt.

Ein zusätzlicher Hinweis – überall wo Mobilnetz funktioniert kann man täglich Zugang zur aktuellen Wettervorhersage haben. Solche schwere Wetterverschlechterungen lassen sich in den meisten Fällen zumindest einige Tage im voraus vorhersagen. Vor Orts in den Dörfern in Nepal ist die Vorhersage zwar nicht zugänglich, man kann aber einfach einen Familienmitglied oder Kollegen zuhause bitten, täglich Vorhersagen im Internet zu prüfen und über SMS zu melden. So würde man während des Treks wissen wann mit schweren Schneefall zu rechnen ist und vielleicht eine bessere Idee ist ein Paar Tage abzuwarten.

Nach der Tragödie am Thorung La in Oktober 2014, die auch durch plötzliche, aber vorhersehbare Wetterverschlechterung verursacht wurde, haben wir zusammen mit einem Kollegen eine detaillierte Instruktion aufgeschrieben, wie man so einen „privaten Warnungsdienst“ organisieren kann. Der Text auf Englisch ist hier zu finden (unter „WEATHER ADVICE“): https://meczko.wordpress.com/nepal/
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