da meine aufgrund der unglücklichen Umstände sehr kurzfristige Suche nach einem Partner für eine Kailash-Tour im September (s. Schwarzes Brett) wohl erfolglos bleibt, denke ich an das kommende Jahr.
Eine Alternative zum Kailash wäre der indische Himalaya, z.B. der Garwhal.
Frage:
- Hat jemand mit der Überschreitung des KhalindiKhal (zwischen Rishikesh und Badrinath) bereits Erfahrungen?
- Welche Reisezeit ist zu bevorzugen (April o. Mai, Oktober?)
- Welche indische Agentur ist zu empfehlen?
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen kann!
Hi Peter, falls du dich verschrieben hast, und du meinst den Kalindipass zwischen Gangotri und Badrinath, empfehle ich dir zu meiner Frage, bzw. den Antworten weiter hinten zu gehen. Ungefähr Seite 4. Der Eintrag heißt Gangotri-Badrinath. Falls dir noch Infos zu meiner Frage einfallen - her damit. Die Aussagen der empfohlenen Quellen sind nämlich sehr wiedersprüchlich. Von "anspruchsvoller Wandertour" bis "hochalpines Unternehmen mit allem drum und dran (Seil, Steigeisen...)"...
da meine aufgrund der unglücklichen Umstände sehr kurzfristige Suche nach einem Partner für eine Kailash-Tour im September (s. Schwarzes Brett) wohl erfolglos bleibt, denke ich an das kommende Jahr.
Eine Alternative zum Kailash wäre der indische Himalaya, z.B. der Garwhal.
Frage:
- Hat jemand mit der Überschreitung des KhalindiKhal (zwischen Rishikesh und Badrinath) bereits Erfahrungen?
- Welche Reisezeit ist zu bevorzugen (April o. Mai, Oktober?)
- Welche indische Agentur ist zu empfehlen?
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen kann!
Peter
Wir sind am 8. September 2004 in Gangotri aufgebrochen und habe nach Überschreitung des Kalindi Khals am 23. September 2004 Badrinath erreicht.
Ja und, wie wars? Ist er ohne technische Hilfsmittel paßierbar? Wurde unterwegs das Permit kontrolliert? Lohnt sich die Tour? Ich war damals der Gast und hatte mich für die Tour interessiert. Leider war dann im Oktober die Schneesituation zu heikel.
Wir sind am 8. September 2004 in Gangotri aufgebrochen und habe nach Überschreitung des Kalindi Khals am 23. September 2004 Badrinath erreicht.
Wetterkonditionen: Meist stabiles Sonnenwetter. Morgens gelegentlich trüb. Nur an einem Tag regen/Schnee. Temperaturen: Bis auf 5.000 Meter tagsüber über 8-15 Grad. Nachts um die 0° C. Über 5.000 Meter auch tagsüber Temperaturen um die Minus 5° C. Nachts: 5.300m/-7°C; 5.600m/-18°C. Passquerung (5.950 m) bei strahlendem Sonnenschein gegen 11.30 Uhr ca. -10°C. Langsam steigende Temperaturen während des Abstieges hinunter zum Lagerplatz Raj Parao.
Der Weg zum Pass verläuft über die Mittelmoränen des Seta Bamak. Hier muss man weiter ober über den Gletscher auf eine weitere Mittelmoräne wechseln, die bei guter Sicht an ihrem oberen Ende nach rechts Richtung Kalindi Khal einschwenkt. Aus der Ferne betrachtet verläuft diese Mittelmoräne unterhalb eines auffälligen, fotogenen Gletscherbruches. Dieser Gletscherbruch wird jedoch nicht erreicht, sondern man bleibt auf der Mittelmoräne, die wie gesagt in einem großen, weichen Bogen nach rechts zum Kalindi Khal einschwenkt. Nach dem Verlassen der Moräne empfielt es sich, Steigeisen anzulegen.
Der Pass war wegen der guten Sicht und Schneelage relativ gut zu bewältigen. Im oberen Teil ca. 30°-35° Steigung. Anstieg über die linke Flanke unterhalb des Kalindi Peaks. Die rechte Flanke unterhalb des Avalanche Peak sollte man tunlichst meiden. Es empfielt sich das Gehen in einer Seilschaft, da sich in dem weiten Gletscherfeld doch einige Spalten verbergen, die wie wir erfahren mussten, unter Neuschnee verborgen waren. Erfahrene mögen diese wohl erkennen aber man sollte die Regeln einer Gletscherbegehung unbedingt einhalten. Vor allem, wenn man über das Eis/Schneefeld aufsteigen will. Am Fuße des Kalindi Peaks kann man auf schmalem von Gesteinsschutt übersähtem Saum ebenfalls recht gut zum Pass emporsteigen. Der Aufstieg über die rechte Flanke des Gletschers ist wesentlich gefährlicher - vor allem wegen der ständigen Lawinengefahr vom Avalanche Peak.
Vorsicht!! Sobald sich das Wetter ändert kann die Überquerung lebensgefährlich werden. Besonders das Gehen in diesem "grobblockigen" Gelände ohne Wegspuren bereitet Probleme.
Das letzte Lager haben wir auf etwa 5.600 Meter eingerichtet. Ist man auf der richtigen Mittelmoräne, so kann man den Lagerplatz rechterhand des Moränenkamms daran erkennen, dass größere Steinblöcke zur Seite geräumt und kleine einigermaßen ebene Flächen, teilweise auf blankem Eis eingerichtet wurden. Außerdem liegt leider Müll in der Nähe herum.
Eines der Hauptprobleme dürfte die Versorgung mit Trinkwasser sein. Eis ist genug da. Aber eben Eis. Das aber muss erst geschmolzen werden. Bei wärmeren Wetterlagen durchströmen das Eis gewaltige Wassermassen, die gelegentlich zutage treten. Sobald die Temperaturen sinken, erstarren diese Wassermassen und Stille breitet sich - auch im Gletscher - aus.
Natürlich lohnt sich die Tour. Aber wie schrieb mir mein Agent: First I would like to congratulate you and your team that in Garwal everyone inform me that it had never happen after the permits were allowed on this route that any group who were on Kalidi Khal trek have completed the trek where all the foreign members crossed the pass and yours is the first group where all the members crossed the pass.
Also, der Kalindi Khal lohnt sich schon. Aber eine ordentliche Vorbereitung in jeder Hinsicht sollte das mindeste sein. Unsere Permits wurden auf dem Gletscher nicht mehr kontrolliert. Der letzte Kontakt vor dem Pass war bei Tapovan. Dort war ein militärischer Posten, der offenbar von uns wußte. Allerdings forderte er keine Permits. Nach Überschreitung des Passes erst wieder in Gastoli Kontakt mit der Armee. Dort allerdings wurden alle Papiere von uns gefordert.
Wir hatten übrigens einen Liaison-Officer dabei, da wir die Besteigung des Chaturangi I bein IMF angemeldet hatten.
@Joachim1: Erzähle uns doch bitte ein wenig mehr über deine Erfahrungen auf diesem anspruchsvollen Trek! - Gibt's auch Bilder?
Eine aktuelle Beschreibung dieses 12-Tage Trekkings habe ich bisher nur hier gefunden.
Danke, und Willkommen hier im Forum!
Gruß AndreasW
P.S. Deine Piemont-Erfahrungen auf der GTA interessieren mich auch...
Ich halte am 8. April 2005 in Oldenburg/Oldb. einen Diavortrag über die Expedition. Wer in der Nähe wohnt, sei herzlichst eingeladen. Der Vortrag findet bei CORPUS Sport- und Gesundheitszentrum, Giesenweg19, 26133 statt. Dort gibt es natürlich auch Bilder. Aber im wesentlichen berichte ich über die Vorbereitung und Durchführung dieser Expedition.
ich wäre auch an Details zum Trekk interessiert, da wir die Reise im nächsten Jahr machen wollen.
Gruß
Arnd
Ich halte am 8. April 2005 in Oldenburg/Oldb. einen Diavortrag über die Expedition. Wer in der Nähe wohnt, sei herzlichst eingeladen. Der Vortrag findet bei CORPUS Sport- und Gesundheitszentrum, Giesenweg19, 26133 statt. Dort gibt es natürlich auch Bilder. Aber im wesentlichen berichte ich über die Vorbereitung und Durchführung dieser Expedition.
da meine aufgrund der unglücklichen Umstände sehr kurzfristige Suche nach einem Partner für eine Kailash-Tour im September (s. Schwarzes Brett) wohl erfolglos bleibt, denke ich an das kommende Jahr.
Eine Alternative zum Kailash wäre der indische Himalaya, z.B. der Garwhal.
Frage:
- Hat jemand mit der Überschreitung des KhalindiKhal (zwischen Rishikesh und Badrinath) bereits Erfahrungen?
- Welche Reisezeit ist zu bevorzugen (April o. Mai, Oktober?)
- Welche indische Agentur ist zu empfehlen?
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen kann!
Peter
Hallo Peter,
versuchs mal hier. Ich habe mit denen ausgezeichnete Erfahrungen sammeln können:
Ich halte am 8. April 2005 in Oldenburg/Oldb. einen Diavortrag über die Expedition. Wer in der Nähe wohnt, sei herzlichst eingeladen. Der Vortrag findet bei CORPUS Sport- und Gesundheitszentrum, Giesenweg19, 26133 statt. Dort gibt es natürlich auch Bilder. Aber im wesentlichen berichte ich über die Vorbereitung und Durchführung dieser Expedition.
Viele Grüße
Joachim
aus Stuttgart leider ein wenig zu weit
Kann man Deine Bilder evtl. auch im Internet sehen?
Ich halte am 8. April 2005 in Oldenburg/Oldb. einen Diavortrag über die Expedition. Wer in der Nähe wohnt, sei herzlichst eingeladen. Der Vortrag findet bei CORPUS Sport- und Gesundheitszentrum, Giesenweg19, 26133 statt. Dort gibt es natürlich auch Bilder. Aber im wesentlichen berichte ich über die Vorbereitung und Durchführung dieser Expedition.
Viele Grüße
Joachim
Die GTA liegt bei mir schon einige Jahre zurück. Ich würde sie aber noch mal ablaufen, weil es einfach ein wunderschöner Weg ist. Was möchtest Du denn zur GTA wissen?
Natürlich lohnt sich die Tour. Aber wie schrieb mir mein Agent: First I would like to congratulate you and your team that in Garwal everyone inform me that it had never happen after the permits were allowed on this route that any group who were on Kalidi Khal trek have completed the trek where all the foreign members crossed the pass and yours is the first group where all the members crossed the pass.
Also erstmal mein Kompliment für die Tour und Danke! für diesen klasse Bericht, Joachim1!! Das sind für mich die highlights des Forums! Und dafür kriegt der thread von mir 5 Sterne!
Da fängt man am liebsten gleich an zu planen!
Also erstmal mein Kompliment für die Tour und Danke! für diesen klasse Bericht, Joachim1!! Das sind für mich die highlights des Forums! Und dafür kriegt der thread von mir 5 Sterne!
Da fängt man am liebsten gleich an zu planen!
phacops
Oh ja, das wäre was! 5 Sterne auch von mir!
Danke für den Bericht.
Ich habe heute 13 jpegs für Interessenten aus dem Forum vorbereitet. Es handelt sich dabei im einzelnen um folgende Bildnummern:
6737 Im oberen Teil des Chaturangigletschers. Abschnitt zwischen Suralaya Bamak und Seta Bamak. Hier gleitet der Gletscher durch eine Enge. Ein Ausweichen auf die Flanken ist bei gutem Wetter auch wegen der massiven Steinschlaggefahr kaum möglich. Seitenmöränen sind hier nicht ausgebildet.
6799 Der in den Chaturangigletscher einmündende Kalinda Bamak. Innerhalb von 5 Minuten hatte sich das Wetter dramatisch verschlechtert. Biwak auf der Mittelmoräne zwischen Kalinda und Seta Bamak.
6826 Blick von der Mittelmoräne, die Kalinda Bamak (links schwenkend) von Seta Bamak (rechts schwenkend) trennt.
6859 Anstieg zum Kalindi Khal. Der kleine schwarze Berg halblinks im Hintergrund ist der Kalindi Peak. Davor geht es rechts hoch zum Pass.
6870 Der Blick auf den Kalinda Bamak wird frei. Die kleine schwarze Bergspitze rechts vor der weißen Wolke ist der Kalindi Peak.
6876 Ziemlich genau in der Bildmitte befindet sich ein mächtiger Eisbruch. Vor diesem Eisbruch führt die richtige Mittelmoräne lang und schwenkt dann nach rechts Richtung Kalindi Khal.
6915 Auf der Mittelmoräne vor dem Eisgruch. Oberhalb der Bildmitte auf der Moräne laufen drei Träger, die hier nur als winzige Punkte zu erkennen sind.
6924 Die Mittelmoräne unterhalb des Eisbruchs.
6928 Deutlich ist das Einschwenken der Mittelmoräne Richtung Aufstieg zum Kalindi Khal zu erkennen. Etwa an diesem Standort haben wir unser letztes Lager aufgeschlagen.
6944 Aufstieg zum Kalindi Khal. Das so liebliche Schneefeld ist von mächtigen Gletscherspalten durchzogen, die nicht immer so schön zu erkennen sind. Sinks am Bildrand sieht man einen Schuttsaum, der fast bis zum Pass hinaufführt. Vorsicht! Steinschlaggefahr. Diese Bergflanke liegt den ganzen Tag in der Sonne.
6957 Der Pass ist überschritten. Im Osten grüßen der mächtige Kamet mit seinen 3 Satelliten.
Weitere 3 Bilder im nächsten Bericht
Geändert von Joachim1 (04.04.2005 um 19:43 Uhr)
Grund: Weitere Bilder hinzugefügt